Stand: September 2026
11,29 Kronen für einen Euro. Diesen Referenzkurs hat die Europäische Zentralbank am 25. September 2026 veröffentlicht, eine Woche davor lag er schon genauso hoch. So viele Kronen gab es davor zuletzt im Juli 2025. Wer die schwedische Krone in Euro umrechnet, merkt den Unterschied: Ende Januar 2026 bekam man für einen Euro nur 10,52 Kronen. Zum Kurs vom 25. September bekommst du für 1.000 Euro rund 770 Kronen mehr als Ende Januar.
Das Wichtigste vorweg: Zahl mit Karte und lass in Kronen abrechnen, nie in Euro. Nimm eine Karte mit, die für Zahlungen in Kronen kein Auslandseinsatzentgelt verlangt. Bargeld brauchst du wenig, und Kronen schon in Deutschland zu tauschen, kostet dich spürbar Geld.
Wie du an der Kasse zahlst, warum Swish für Urlauber nicht funktioniert und wie Pfand und Trinkgeld laufen, steht im Artikel Bezahlen in Schweden: Karte, Swish und der Rest vom Bargeld. Alle Angaben hier sind Stand 28. September 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Als Faustregel an der Kasse gilt: Null weg, ein Zehntel ab, aus 100 Kronen werden so 9 Euro, und Maßstab für jedes Angebot ist der Referenzkurs der EZB.
- Zahl mit Karte und lass in Kronen abrechnen, nie in Euro, am besten mit einer Karte, die kein Auslandseinsatzentgelt verlangt.
- Kronen schon in Deutschland zu tauschen kostet spürbar Geld, im Beispiel einer Wechselstube gab es für 500 Euro rund 261 Kronen weniger als zum EZB-Kurs.
- Bargeld brauchst du wenig, für eine Woche reichen einige Hundert Kronen in kleinen Scheinen, und am Automaten rechnest du mit höchstens 2.000 Kronen pro Abhebung.
- Alte Scheine tauschen Banken nicht mehr, die Riksbank löst sie auf Antrag noch ein, seit dem 1. September 2026 aber gegen 300 Kronen Gebühr.
Inhalt: 9 Abschnitte
- Schwedische Krone und Euro: was der EZB-Kurs bedeutet
- Schwedische Kronen in Euro umrechnen: Tabelle und Faustregel
- Welche Scheine und Münzen in Schweden gelten
- Alte schwedische Kronen: was sie in Euro noch wert sind
- Euro in schwedische Kronen tauschen: vorher, vor Ort oder gar nicht
- Schwedische Kronen abheben: Bankomat, Gebühren, Limits
- Welche Karte sich für Zahlungen in Kronen eignet
- Wie viel Bargeld in Kronen du einplanen solltest
- Warum Schweden die Krone behält
Schwedische Krone und Euro: was der EZB-Kurs bedeutet
Die Europäische Zentralbank veröffentlicht an jedem Arbeitstag gegen 16 Uhr ihre Euro-Referenzkurse, darunter den für die schwedische Krone. Grundlage ist eine Abstimmung zwischen europäischen Zentralbanken, die normalerweise gegen 14:10 Uhr stattfindet. Die EZB schreibt selbst dazu, dass die Kurse nur der Information dienen, und rät davon ab, damit Geschäfte abzurechnen.
Den Referenzkurs bekommst du also nirgends eins zu eins. Er ist trotzdem die Zahl, an der du jedes Angebot misst, von der Wechselstube bis zur Kreditkarte. Eine EU-Verordnung macht ihn zur offiziellen Messlatte, wenn an einem Automaten oder Terminal umgerechnet wird. Dazu weiter unten mehr.
Je höher die Zahl, desto mehr schwedische Kronen bekommst du für einen Euro:
| Jahr | Durchschnitt (Kronen je Euro) | Höchster Tageskurs | Niedrigster Tageskurs |
|---|---|---|---|
| 2016 | 9,47 | 10,00 | 9,14 |
| 2019 | 10,59 | 10,92 | 10,19 |
| 2022 | 10,63 | 11,16 | 10,23 |
| 2023 | 11,48 | 11,99 | 11,00 |
| 2024 | 11,43 | 11,77 | 11,15 |
| 2025 | 11,07 | 11,51 | 10,72 |
| 2026 (bis 25.9.) | 10,89 | 11,29 | 10,52 |
Berechnet aus den täglichen Referenzkursen der EZB.
Den höchsten Wert seit Einführung des Euro 1999 hat die EZB am 18. September 2023 festgestellt: 11,99 Kronen. Im Schnitt des Jahres 2016 gab es für 1.000 Euro rund 9.470 Kronen, am 25. September 2026 waren es 11.290. Eine Prognose steht hier bewusst nicht. Wohin die Krone in den nächsten Wochen geht, kann niemand seriös sagen. Ein Zehntel Krone mehr oder weniger beim Kurs macht knapp ein Prozent aus. Eine Karte mit Auslandseinsatzentgelt kostet dich oft mehr.
Schwedische Kronen in Euro umrechnen: Tabelle und Faustregel
So viel sind schwedische Kronen in Euro zum EZB-Kurs vom 25. September 2026:
| Kronen | Euro |
|---|---|
| 10 kr | 0,89 € |
| 20 kr | 1,77 € |
| 50 kr | 4,43 € |
| 100 kr | 8,86 € |
| 200 kr | 17,71 € |
| 500 kr | 44,29 € |
| 1.000 kr | 88,57 € |
Für den Kopf an der Kasse reicht eine Faustregel: Null weg, ein Zehntel ab. Aus 100 Kronen werden so 9 Euro, aus 450 Kronen gut 40 Euro. Beim aktuellen Kurs liegst du damit knapp 2 Prozent zu hoch, also auf der sicheren Seite.
Ein Beispiel aus dem Alltag: Für eine Kanelbulle beim Bäcker zahle ich 30 bis 40 Kronen. Nach der Faustregel sind das 2,70 bis 3,60 Euro, genau gerechnet 2,66 bis 3,54 Euro.
Auf Preisschildern steht die Krone als kr, auf Rechnungen und in Buchungsportalen als SEK, dem internationalen Währungscode. Glatte Beträge schreiben viele Läden als 25:-, der Strich steht für null Öre. Eine Krone hat 100 Öre, so steht es im Gesetz über die Riksbank. Öre-Münzen gibt es aber seit 2010 nicht mehr, das letzte 50-Öre-Stück war nur bis zum 30. September 2010 gültig. Preise mit Öre sind weiter erlaubt. Mit Karte zahlst du sie aufs Öre genau, bar rundet die Kasse auf ganze Kronen: 1 bis 49 Öre nach unten, 50 bis 99 nach oben.
Welche Scheine und Münzen in Schweden gelten
Die Scheine im Umlauf stammen aus der Serie, die die schwedische Zentralbank Riksbank ab dem 1. Oktober 2015 eingeführt hat. Zuerst kamen 20, 50, 200 und 1.000 Kronen, am 3. Oktober 2016 folgten 100 und 500 Kronen. Den 200-Kronen-Schein gab es vorher gar nicht. Jeder Schein zeigt eine bekannte schwedische Person und auf der Rückseite einen Landesteil, der mit ihr verbunden ist. Eine Übersicht mit Sicherheitsmerkmalen hat die Riksbank auf ihrer Seite zu den gültigen Scheinen.
| Schein | Porträt | Rückseite | Wert in Euro (25.9.2026) |
|---|---|---|---|
| 20 kr | Astrid Lindgren | Småland | 1,77 € |
| 50 kr | Evert Taube | Bohuslän | 4,43 € |
| 100 kr | Greta Garbo | Stockholm | 8,86 € |
| 200 kr | Ingmar Bergman | Gotland (Fårö) | 17,71 € |
| 500 kr | Birgit Nilsson | Skåne | 44,29 € |
| 1.000 kr | Dag Hammarskjöld | Lappland | 88,57 € |
Der Fünfhunderter ist für alle interessant, die über Trelleborg einreisen. Er zeigt Skåne, wo die Opernsängerin Birgit Nilsson auf einem Hof auf der Bjärehalbinsel aufwuchs.
Münzen gibt es zu 1, 2, 5 und 10 Kronen. Die Stücke zu 1, 2 und 5 Kronen sind ebenfalls seit dem 3. Oktober 2016 neu, kleiner und leichter als früher und ohne Nickel. Die Münzen zu 1 und 2 Kronen bestehen aus verkupfertem Stahl und sind kupferfarben, die zu 5 und 10 Kronen goldfarben. Nur die 10-Kronen-Münze von 1991 blieb unverändert. Hast du noch eine silberfarbene 1- oder 5-Kronen-Münze in der Tasche, ist sie alt und seit Juli 2017 ungültig.
Norwegische und dänische Kronen heißen ähnlich, in Schweden gelten sie nicht. Gesetzliches Zahlungsmittel sind dort nur die Scheine und Münzen der Riksbank.
Alte schwedische Kronen: was sie in Euro noch wert sind
Viele haben aus früheren Urlauben noch alte schwedische Kronen in der Schublade und fragen sich, ob die in Euro noch etwas wert sind. Die alten Scheine zu 20, 50 und 1.000 Kronen waren nur bis zum 30. Juni 2016 gültig, die alten 100er und 500er bis zum 30. Juni 2017. Banken tauschen sie nicht mehr um. Die Riksbank löst ungültige Scheine aber auf Antrag weiterhin ein, egal wie alt sie sind. Im Februar 2026 hat sie allerdings vorgeschlagen, das ab dem 1. Juli 2027 auf zehn Jahre nach dem Ungültigwerden zu begrenzen. Dann ließen sich auch die alten Scheine aus der Schublade nicht mehr einlösen.
So läuft es:
- Antrag stellen. Mit schwedischer BankID online, ohne BankID mit dem englischen Formular auf der Seite der Riksbank.
- Antrag und Scheine per Post schicken an Sveriges riksbank, Inlösen, 103 37 Stockholm. Persönlich abgeben geht nicht.
- Warten. Die Bearbeitung dauert laut Riksbank normalerweise drei bis vier Wochen.
- Geld bekommen. Der Betrag kommt aufs Konto, abzüglich einer Gebühr. Laut dem Frageforum der Riksbank geht das auch auf ein ausländisches Konto mit IBAN und BIC, ausgezahlt wird aber nur in Kronen.
Die Gebühr ist zum 1. September 2026 von 200 auf 300 Kronen pro Antrag gestiegen. Damit lohnt sich der Antrag erst, wenn deutlich mehr als 300 Kronen zusammenkommen. Ein einzelner alter Hunderter bringt nichts, ein alter Fünfhunderter noch 200 Kronen, rund 18 Euro. Abgelehnte Scheine schickt die Riksbank nicht zurück.
Bei Münzen gibt es keinen Weg zurück. Ungültige Münzen lösen weder Banken noch die Riksbank ein, sie gelten als Metallschrott. Ob eine alte Münze für Sammler etwas wert ist, weiß ein Münzhändler.
Euro in schwedische Kronen tauschen: vorher, vor Ort oder gar nicht
Wer vor der Abfahrt in der Wechselstube Euro in schwedische Kronen tauscht, zahlt einen Sortenkurs, in dem die Kosten für das Bargeld stecken. Ein Beispiel: Eine große Wechselstubenkette mit Filialen an deutschen Bahnhöfen und Flughäfen nannte am 28. September 2026 in ihrem Online-Währungsrechner 10,77 Kronen für einen Euro. Die EZB kam am 25. September auf 11,29. Für 500 Euro sind das rund 5.384 statt 5.645 Kronen, also etwa 261 Kronen oder 23 Euro weniger. Beim Rücktausch übriger Kronen rechnet die Wechselstube wieder mit ihrem Ankaufskurs, und du verlierst ein zweites Mal.
Die klare Empfehlung: Tausch vorab gar nichts oder nur einen kleinen Betrag, wenn du dich damit wohler fühlst. Karten funktionieren in Schweden fast überall, und Bargeld holst du bei Bedarf am Automaten. Übrige Kronen legst du am besten für die nächste Reise zur Seite, die Scheine von 2015 und 2016 sind die aktuelle Serie.
Schwedische Kronen abheben: Bankomat, Gebühren, Limits
Viele Geldautomaten in Schweden tragen die Aufschrift Bankomat, nach der Firma, die sie betreibt. Wo der nächste steht, zeigt die Karte von Bankomat. Drei Dinge solltest du vor dem ersten Abheben wissen:
- Bankomat selbst nimmt keine Gebühr. Was ein Abheben kostet, bestimmt allein die Bank, die deine Karte ausgegeben hat.
- 2.000 Kronen pro Vorgang. Für Karten von Banken, die nicht Kunde bei Bankomat sind, gilt laut Bankomat eine allgemeine Grenze von 2.000 Kronen pro Abhebung, rund 177 Euro. Ob deine deutsche Bank darunter fällt, steht nirgends öffentlich. Plan vorsichtshalber mit dieser Grenze.
- Wenige, große Scheine. In den Automaten stecken meist 100-, 200- und 500-Kronen-Scheine, und sie geben immer die kleinste mögliche Zahl an Scheinen aus. Wer 500 Kronen abhebt, bekommt also einen Fünfhunderter. Heb lieber 400 ab, dann hast du zwei Zweihunderter, die auf dem Flohmarkt leichter zu wechseln sind.
Fragt der Automat, ob er gleich in Euro umrechnen soll, lehn ab. Warum, steht im Bezahl-Artikel oben. Nach der EU-Verordnung über grenzüberschreitende Zahlungen, Verordnung (EU) 2021/1230, muss jeder, der am Automaten oder an der Kasse umrechnet, dir vor der Zahlung zeigen, wie hoch sein Aufschlag auf den Referenzkurs der EZB in Prozent ist. Die Verordnung nimmt auch deine eigene Bank in die Pflicht. Sobald du in Kronen zahlst oder abhebst, muss sie dir eine elektronische Nachricht mit ihrem Aufschlag schicken, einmal im Monat je Währung. Heb diese Nachricht auf. Sie zeigt schwarz auf weiß, was dich deine Karte in Schweden kostet.
Welche Karte sich für Zahlungen in Kronen eignet
Die schwedische Krone ist keine Euro-Währung. Viele deutsche Banken berechnen deshalb für Zahlungen in Kronen ein Auslandseinsatzentgelt, manche nennen es Fremdwährungsentgelt. Such im Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Bank nach genau diesen Wörtern. Steht dort 0 Prozent, passt die Karte für Schweden. Prüf im selben Dokument, ob fürs Abheben am Automaten ein eigenes Entgelt fällig wird, bei manchen Kreditkarten ist das so.
Ich nutze Wise selbst, vor allem wegen des Wechselkurses. Wise rechnet laut eigener Preisseite zum Devisenmittelkurs um und berechnet die Umtauschgebühr getrennt davon, ihre Höhe hängt von Währung und Betrag ab. Geld abheben ist bei mir in den letzten Jahren immer weiter in den Hintergrund gerückt. Wenn ich doch Bargeld brauche, hebe ich es mit der Wise-Karte ab, das ist für mich am einfachsten.
Wer länger bleibt oder ganz nach Schweden zieht, kommt um ein schwedisches Konto mit BankID kaum herum. Wie die Kontoeröffnung läuft und welche Rolle die Personnummer dabei spielt, steht im Artikel Bankkonto in Schweden eröffnen.
Wie viel Bargeld in Kronen du einplanen solltest
Wenig. Mit Bargeld kommt man in Schweden oft nicht mehr weit, vieles geht nur noch mit Karte oder Swish. Seit Juli 2026 müssen Lebensmittelgeschäfte und Apotheken an bedienten Kassen zwar Bargeld annehmen, Restaurants, Museen und Busse aber nicht.
Die Ausnahme ist der Loppis, der schwedische Flohmarkt. Dort kann man oft bar in schwedischen Kronen zahlen, teils sogar in Euro. Verlassen solltest du dich auf Euro nicht, denn annehmen muss sie niemand.
Für eine Woche reichen deshalb einige Hundert Kronen in kleinen Scheinen und ein paar Münzen: für den Loppis, für Hofläden ohne Kartenleser und für den Fall, dass ein Terminal ausfällt. Was sonst ins Portemonnaie und ins Handschuhfach gehört, steht in der Packliste für den Schweden-Urlaub. Was Miete, Lebensmittel und Nahverkehr kosten, wenn du länger bleibst, zeigt der Überblick über die Lebenshaltungskosten in Schweden.
Warum Schweden die Krone behält
Schweden ist seit 1995 in der EU, hat den Euro aber nie eingeführt. Am 14. September 2003 stimmte die Mehrheit in einer Volksabstimmung dagegen. Die Krone selbst gibt es seit 1873, sie löste damals den Riksdaler ab. Herausgeberin ist die Riksbank, gegründet 1668.
Für dich heißt das: Solange du in Schweden unterwegs bist, rechnest du in schwedischen Kronen, und jede Umrechnung in Euro kostet irgendwo etwas, an der Kasse, am Automaten oder in der Wechselstube.
Der nächste Schritt dauert zwei Minuten: Öffne das Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Bank und such nach dem Auslandseinsatzentgelt. Dann weißt du vor der Abfahrt, ob deine Karte für Schweden taugt.
Beitragsbild: Geldautomaten von Bankomat in Malmö, Foto: Johan Jönsson, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Post aus Südschweden
Ein- bis zweimal im Monat: neue Artikel, was sich bei Fähren und Regeln geändert hat, und was ich zuletzt vor Ort erlebt habe. Als Dankeschön bekommst du die Anreise- und Packliste für deine Schweden-Reise als PDF.